Sonntag, 7. September 2014

Aufbruch in den Dovrefjell, 03.09.14

Nachdem wir unser Lager über den Sümpfen mit dem wunderschönen Blick über den See zusammengepackt haben, machen wir uns auf in Richtung Oppdal. Dort angekommen kaufen wir uns eine Karte vom Nationalpark und überlegen uns eine kleine drei bis vier tägige Wanderroute. Wir machen noch die wichtigsten Besorgungen und decken uns mit ein paar Müsliriegeln und noch mehr Studentenfuttter (oder besser NUSSmix) ein. Ein letztes kleines Essen vor der Tour, über einem schönen Fluss gibt uns genügend Kraft um die ersten Killometer in den Nationalpark zu wandern.
Bald haben wir unsere erste Begegnung mit den hier mittlerweile wieder heimischen Moschusochsen (im Grunde viel zu gross geratene Meerschweinchen mit Widderhörnern). Ein paar andere Wanderer*innen warnen uns schon davor dass wir einen möglichst grossen Abstand zu den Tieren halten sollen, weil diese bis zu 60km/h schnell laufen können und so mit ihrer grossen Masse auch eine Gefahr darstellen.
An unserem Uebernachtunsplatz haben wir eine traumhafte Sicht über ein Tal, von einem Fluss und Sümpfen durchzogen und im Hintergrund können wir neben dem Sonnenuntergang auch schon unser morgiges Ziel den Snøhetta, mit seiner schneebezuckerter Spitze, erspähen.
Aussicht beim Frühstück
Fotopause während der Fahrt
Nuckelpause am Berg
Erste Riesenmeersau gesichtet!
Romantischer Inhalt mit grausslichem Satzbau
Schattenspiel

Nacht im Dreietagenhotell, 02.09.14


Nach dem Frühstück packen wir die letzten Sachen zusammen und räumen alles ins Auto. Doch wohinn soll es eigentlich gehen? Um diese Frage zu klären packen wir den Laptop aus und suchen schöne Ziele im Süden Skandinaviens. Neben einem Ziel recht weit im Süden in Schweden bietet sich der Dovrefjell Nationalpark etwas südlich von Trondheim an. Heute geht es aber aufgrund der vorangeschrittenen Zeit nicht ganz so weit. Nach etwas Suchen finden wir in der Nähe von Berkåk eine nette Uebernachtungmöglichkeit in einem Vogelbeobachtungsturm an einem Sumpf. Dieser eignet sich nicht nur um Vögel zu beobachten, sondern bietet auch einen traumhaften Blick über die Landschaft.
Ausblick beim Abendessen
Unser Hotell...
...mit Flutlichtbeleuchtung


Servus Tobi! 01.09.14


Der heutige Tag wird wieder einmal zum Bloggen genutzt. Lukas versucht seinen Ersatzreifen bei der Post zu bekommen, welcher durch diverse Mysterien nicht angekommen ist. So schreitet die Zeit vorann und es ist bald halb Fünf. Ich begebe mich ins Auto um zum Flughafen zu fahren. Dort angekommen suche ich unseren neuen Mitfahrer. Und siehe da, gerade als ich die Ankunftshalle betrete kommt Tobias mir entgegen. Auch das Gepäck lässt nicht lange auf sich warten und wir befinden uns bald auf der Fahrt zurück nach Trondheim. Lukas empfängt uns beim Quartier, welcher inzwischen leider nicht seinen Reifen auftreiben konnte. Der Abend wird mit dem Erzählen von Erlebnissen sowie einer kleinen Fotosession verbracht.
Landeanflug auf Trondheim
Camphill

Montag, 1. September 2014

Zurück in Trondheim, 31.08.14


Nach einem gemütlichen Frühstück am Wasserfall packen wir unsere sieben Sachen in's Auto ein und düsen nach Trondheim. Hier angekommen putzt Lukas gleich einmal sein Motorrad. Und dann beim ersten Starten will es nicht so richtig anspringen. Ui, da schwitzt Lukas schon! Aber puh, nach Vergaser ausleeren funktioniert es dann doch und Lukas ist wieder beruhigt. Jetzt kann er gleich noch eine Runde darauf drehen. Ich nutze daweil ausgiebig das Internet bevor es an's Wäsche waschen und Kochen geht. Nach dem Essen wird noch ein wenig gebloggt, bevor es seit langem wiedereinmal in's BETT geht!
Autobahntunell, hier eine Seltenheit!
Blick auf Camphill, unser hiesiges Quartier

Are, der Mountainbikeabschluss, 30.08.14

Durch die vielen Plakate und dass ich überall Leute mit coolen Mountainbikes sehe, bin ich richtig motiviert für den heutigen Tag. Ich putze gleich einmal die Ketten unserer Fahrräder und diesmal ziemlich gründlich, damit auch alles für den perfekten MTB-Tag passt. Von einem Parkplatz aus starten wir einen recht gemütlichen Weg, der aber mehr und mehr gatschig wird. Irgendwann kommt es mir dann so vor, als würde dieser Weg nur noch Sumpffelder durchqueren (und diesmal fast alles ohne Stege). Die Füsse sind schon längst nass und das Kettenputzen hat sich auch nicht gelohnt. Das Hinterrad versinkt öfters so tief im Gatsch, dass auch der Kettenumwerfer mit einsinkt. Trotzdem können wir fast alles fahren. Etwas weiter oben lässt der Gatsch nach, dafür weht ein kräftiger kalter Wind, sodass nun die nassen Zehen einfrieren (unsere Schuhe sind ja schon durchlüftet). Der Weg wird immer steiler und wir schieben die Bikes so lange, bis wir feststellen müssen, dass es hinunter auch nicht mehr möglich wäre zu fahren. Also wird die GoPro mit klammen Fingern montiert schnell ein paar Müsliriegel in den Mund geschoben und ab die Post hinunter. Echt geil technisch wiedermal am Anfang des Weges. Sogar mit Hinterrad versetzen, wobei das ziemlich schwierig ist, wenns so rutschig ist, dass das Vorderrad sich ungewollt versetzt ;) Nach dem technischen Teil kommen wir auf eine Schotterstrasse, die nichts mehr kann, als hinunter gebrettert zu werden, sodass für uns die anfänglichen Mühen bergauf in nur 2 Minuten bergab belohnt werden... :( Der krönende Abschluss für unsere Bikes war das ja nicht, aber trotzdem cool :)
Der schöne Teil hinunter
Schöne Piltze gibt es hier zuhauf
Beim Auto fliesst zum Glück ein Fluss mit genügend Wasser in dem wir uns sehr sehr frisch duschen können. Wir schauen uns auch noch eine lustige Konstruktion einer Pumpe an, die von einem Wasserrad angetrieben wird, um Wasser aus dem Kupferbergwerk zu pumpen. 
Auf der Weiterfahrt Richtung Trondheim finden wir einen Wildcampplatz in der Nähe der Strasse mit einer echt schönen Aussicht. Gegessen wird gerade noch mit Sonnenuntergang und das Abwaschen findet dann mit Stirnlampe statt. Der Zeltplatz ist aber recht klein und schief, also wird unser Schlaf durch öfteres Hinunterrutschen gestört... Was solls, morgen haben wir dann ja eine richtige Matratze (ging mir aber eigentlich nicht ab!).

Aussicht von unserem Schlafplätzchen
Für's Abendessen muss das Abendrot herhalten...
...welches bis zum Schlafengehen anhält

Eine Sauna! 29.08.14


Heute wollen wir wieder etwas Distanz machen. Are heisst unser Ziel. Dort gibt es einen grossen Downhillpark und wir erhoffen uns eine nette XC-Strecke für unsere Bikes. In Are angekommen finden wir gleich einmal ein grosses Radgeschäft in welchem wir uns nach möglichen Trails erkunden. Der Verkäufer nennt uns einen Link, unter welchem wir nachschlagen sollen, ist weiters aber nicht auskunftsfreudig, da er bereits seit einer dreiviertel Stunde geschlossen hat. In der TouristInneninfo haben wir etwas mehr Erfolg. Wir bekommen Karten mit diversen Wanderwegen, welche wir probieren könnten. Zumindest einmal etwas! Es geht weiter zum Campingplatz. Die anwesende Rezeptionistin nennt uns einen Preis von 100 SEK (ca 11€) und wirkt dabei so, als ob sie diesen gerade erfunden hat. Soll uns bei dieser Summe nicht weiters stören, ist bis jetzt der günstigste Platz in Schweden. Sogar eine Sauna gibt es hier! Das muss ich gleich einmal ausnutzen und begebe mich vor dem Schlafengehen noch eine runde in diese. Lukas benutzt nur verständnislos die Dusche neben der Sauna, in diese hinein bringt man ihn wohl nicht so schnell... ;)
Unser Radelberg für morgen

Nachleuchten, 28.08.14


Nach der langen Nordlichtnacht fällt das heutige Frühstück quasi mit dem Mittagessen zusammen. Gut gesättigt aktualisieren wir den, wiedereinmal etwas nachhängenden, Blog. Bis dies erledigt ist, ist es bereits nach Sechs. Dementsprechend fällt die heutige Tour recht klein aus und wir fahren etwa 50km in den Westen, wo wir am Rand eines norwegischen Nationalparks übernachten. Auch heute soll es wieder Nordlichter zu sehen geben. Also lege ich mich nach dem Zeltaufbauen in die kühle Wiese. Und siehe da; keine fünf Minuten später sehe ich das erste Leuchten am Himmel! Schnell is die Kamera ausgepackt und die ersten Fotos sind gemacht. Doch heute sind die Polarlichter bei weitem nicht so stark und aktiv wie gestern. Nach und nach kann man diese garnicht mehr mit freiem Auge erkennen, nur eine Langzeitbelichtung mit der Kamera kann noch ein leichtes Grün am Himmel nachweisen. Naja sei's drum; ich mache noch ein paar nette Fotos bevor ich mich zu Lukas ins Zelt begebe, welcher schon früher das Handtuch geworfen hat.
Nightwatcher
Es leuchtet zwischen den Wolken
Der Grosse Wagen fährt über die Nordlichtstrasse
Nacht unter Sternen und einem Hauch von Nordlicht